Ursula Helml hat 2016 die Prüfung gemacht und ist 2018 als Mentaltrainerin gestartet. Ihr erstes Angebot fand keine Kunden. 2020 kam Corona. Ihr Thema hat sich danach alle ein bis zwei Jahre geändert. Heute steht sie als Keynote Speakerin auf großen Bühnen — mit etwas, das mit dem ursprünglichen Plan nichts zu tun hat.
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Wolfgang setzt sich für diese Reihe mit Menschen zusammen, die vor Jahren bei ihm im Seminar oder in der Ausbildung waren, und stellt die unbequemste Frage, die es gibt: Hat das eigentlich etwas gebracht? Bei Ursula ist die Antwort deshalb interessant, weil sie mehrere Jahre lang ehrlicherweise Nein gelautet hätte. Genau darüber reden die beiden.
Die meisten Interviews mit Absolvent:innen erzählen einen geraden Weg. Dieses nicht. Ursula beschreibt eine lange Strecke, in der praktisch nichts funktioniert hat — und sagt das, ohne es hübsch zu machen. Wer sich gerade fragt, ob so eine Ausbildung für ihn Sinn ergibt, findet hier eher unbequeme als beruhigende Antworten.
Vor dem Mentaltraining war Ursula im Sales — und dort sehr erfolgreich. Trotzdem wollte sie sich beruflich verändern.
Den Anstoß gab ein Vortrag: Sie hat in Baden bei Wien einen Mentaltrainer gehört und sich gedacht, das ist cool, sie will auch mit Sportlerinnen arbeiten — „so ganz blauäugig“, sagt sie heute selbst darüber. Dann hat sie gegoogelt, sich mehrere Anbieter angesehen und sich für Wolfgang entschieden.
2016 legte sie die Prüfung ab, 2018 wurde sie selbständig. Ihr Plan war klar: Sie wird Mentaltrainerin, und weil sie Mentaltrainerin ist, wird sie erfolgreich. Ihr Startangebot hieß „mental starke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Es hat zu der Zeit niemanden interessiert — und sie hatte kein Netzwerk, das sie hätte auffangen können. Wolfgangs Kommentar dazu im Gespräch, halb im Scherz: „Willst du Gott zum Lachen bringen, erzähl ihm von deinen Plänen.“
Es gibt in diesem Gespräch eine Stelle, an der klar wird, wofür Ursula das Gelernte tatsächlich gebraucht hat. Nicht für die Erfolgsmomente — für die Jahre dazwischen. Sie sagt es so: Mentaltraining hilft natürlich fürs Siegen, aber viel mehr hilft es dann, wenn man mittendrin steht und wieder herauskommen will. Wolfgang legt seinen eigenen Anspruch daneben.
Kein Konzept-Vokabular, keine Modelle. Sätze, wie sie im Gespräch gefallen sind — von Ursula und von Wolfgang.
So stellt sie sich selbst vor — und zwar wörtlich, auch auf Bühnen. Ursula Helml ist Keynote Speakerin. Sie spricht bei Unternehmen, häufig bei Mitarbeiter:innen-Versammlungen, dazu auf Kongressen und Tagungen. Workshops macht sie auf Wunsch, sie ist aber deutlich öfter auf einer Bühne als in einem Workshopraum.
Ihr Thema ist die Zukunft, und zwar ausdrücklich die optimistische Variante davon. „Mir geht in diesem ganzen großen Weltgeschehen einfach diese optimistische Zukunftsvision ab. Mir geht es ab, dass wir sagen: Hey, wir können das schaffen.“ Ihr Punkt dabei ist keine gute Laune, sondern eine Entscheidung: Wir können so weitermachen — oder jetzt etwas ändern.
Drei Themen deckt sie ab: Zukunftsmut und Optimismus, Female Empowerment und Storytelling. Dazu führt sie einen eigenen Podcast mit Menschen, die nach ihren Worten an der Zukunft bauen.
Ihre eigene Frage, an der sie das festmacht: „Will ich jemand sein, der einfach nur so dahingelebt hat — oder eine Person, die aktiv für unsere Zukunft aufgestanden ist?“
Am Ende des Gesprächs sagt Wolfgang den Satz, mit dem jede Folge dieser Reihe schließt — die Empfehlung für den Gast. Bei Ursula fragt er direkt nach: „Wo kann man dich überhaupt buchen?“
Sie spricht bei Unternehmen, auf Kongressen und Tagungen, oft bei Mitarbeiter:innen-Versammlungen — Zukunftsmut und Optimismus, Female Empowerment, Storytelling. Workshops auf Anfrage. Dazu ihr eigener Podcast mit Menschen, die an der Zukunft bauen.
diekeynotespeakerin.com →Sie hat sich damals mehrere Anbieter angesehen und sich für die vollständige Ausbildung entschieden. Diese drei Wege gibt es heute. Man kann klein anfangen — und man muss nicht am ersten Tag wissen, was am Ende daraus wird. Bei Ursula hat das zehn Jahre gedauert.
Mentaltrainer, Inhaber des RE-agieren Instituts für Mentaltraining. Seit 2007 bildet er Mentaltrainer:innen aus — über 350 haben inzwischen ihr Diplom.
Sein Anspruch an das eigene Seminar sagt er im Gespräch in einem Satz: „Mein Plan ist kein Schönwetterseminar.“ Er will nicht, dass Menschen an einem guten Wochenende gut drauf sind. Er will, dass sie stehen bleiben, wenn es schiefgeht. Ursula ist dafür der Beleg — bei ihr ist es jahrelang schiefgegangen.
Die Reihe AUFGEGANGEN ist der Versuch, die eigene Arbeit ehrlich zu prüfen: Er setzt sich mit Menschen zusammen, die vor Jahren bei ihm waren, und fragt sie, was davon übrig ist. Sein eigener Maßstab dabei: „Wenn ich von dieser Welt gehe, möcht ich was Gutes hinterlassen — sodass man sagt: An den denk ich einfach gern.“
Wenn du überlegst, ob so eine Ausbildung für dich Sinn ergibt, und dich vor allem die Zeit danach beschäftigt: Ursula hat genau diese Strecke hinter sich — inklusive der Jahre, in denen es nicht funktioniert hat.
Die Mentaltrainer-Ausbildung ansehen →Jede Folge ist ein Mensch, der vor Jahren bei Wolfgang in der Mentaltraining-Ausbildung oder im Seminar war. Und jedes Mal dieselbe Frage: Hat das eigentlich etwas gebracht?